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19.09.2016

La Vera Dolce Vita - das etwas andere Yoga Retreat

mit Rebecca Radnak von Fvck Lucky Go Happy

Als ich im April auf Facebook von Rebeccas Plänen las, ein Yoga Retreat an ihrem Kraftort in Italien zu veranstalten, wusste ich sofort: da will ich dabei sein! Natürlich musste meine Kamera ebenfalls mit, denn es gibt für mich nichts Schöneres, als Yoga und Fotografie zu vereinen. 

Rebecca bloggt seit mehreren Jahren auf ihrem lifestyle Blog "Fvck Lucky Go Happy" (damals noch zusammen mit Franziska, die sich nun mit Franziska.love auf eine eigene Reise gemacht hat) und rettete mich bereits mehrere Montage mit dem Montagsmantra durch den Montags-Blues :-) Ich war richtig gespannt, sie nun persönlich kennen zu lernen! 

Santa Maria di Castellabarte  

Dieser Ort ist ja magisch! Als Franco, unser netter Fahrer, uns nach einer zweistündigen Fahrt von Neapel nach Santa Maria brachte, war ich alles andere als entspannt. Die Woche vor der Auszeit stand noch einiges an, ich habe mir viel zu viele Termine in die Woche gepackt. Wie es halt immer so ist :-) Nach ein paar Tagen war alles vergessen, es zählte nur noch der wunderbare Ausblick auf das Meer, die Sonne und das italienische Essen. Ich erkundete die Gegend auf meinen ausgiebigen Joggingtouren sowie mit der Kamera die wunderschönen kleinen, in diversen warmen Brauntönen gehaltenen Gassen. Ich schlenderte den Corso - die große Einkaufsstraße - hoch und runter, besuchte die zahlreichen Gemüse- und Tante Emma Lädchen. Trank einen guten Kaffee. Ich verstand nun, was Rebecca meinte. Dieser Ort spendet Kraft, alles ist hier „echt“ - hier machen die Italiener Urlaub, hier wird zahlreich geheiratet (wunderbare Hupkonzerte), hier wird geschlemmt, was das Zeug hält, hier wird gelebt und nicht gehetzt. Hier fällt alles von einem ab und das Leben wird süß. La Vera Dolce Vita eben! Santa Maria di Castellabarte ist definititv ein Geheimtipp, den ich bereits nach ein paar Tagen als Empfehlung an meine Freunde schickte. 

Yoga mit Rebecca

Ich muss zugeben, ich war ziemlich neugierig auf Rebecca & Jivamukti Yoga und habe mich bewusst so wenig wie möglich darüber informiert. Eben weil ich mich einfach darauf einlassen wollte. Rebecca hieß uns am Sonntag auf der riesengroßen Dachterrasse des Torre Perotti mit einer erdenden Yogaeinheit willkommen. Anschließend lernten wir uns alle in einer Vorstellungsrunde etwas kennen und tranken zusammen unseren Aperitif im Lido, einer Strandbar, in der auch unsere tägliche Yogapraxis stattfinden sollte. Berlin, München, Frankfurt, Zürich, eine bunte Truppe und so viele unterschiedliche Charaktere!

Unsere Praxis begann jeden Tag um 07.30 Uhr mit einer Meditation. Anschließend wurde es knackig. Rebecca stimmte die Praxis wunderbar auf die verschiedenen Elemente und Chakras ab, die Stunden waren perfekt abgerundet. Anschließend gab es im Lido ein leckeres Frühstück. Meinstens saßen wir noch lange zusammen, unterhielten uns über Gott und die Welt, bis wir uns entschieden, ins kühle Meer zu hüpfen. Die Gruppe hatte eine angenehme Dynamik und die zahlreichen angenehmen Gespräche waren es mir sehr oft wert, mein Buch einfach mal beiseite zu legen und mich treiben zu lassen. Die Zeit wurde relativ. Rebecca erlebte ich als eine sehr geerdete und natürliche Person - mein erster Gedanke war: sie ist ja genauso normal und ehrlich, wie sie in ihrem Blog wirkt :-)

Am letzten Abend machten wir es uns gemütlich am Strand und genossen den Sonnenuntergang bei Pizza und Wein. 

Wanderung nach San Marco & Bootstour nach Isla Licosa 

Ok, so gemütlich das Leben in Santa Maria auch war, etwas Sightseeing musste auch mal sein. Von Santa Maria di Castellabarte wanderten wir in einer kleinen Runde ca. 30 min lang zum Nachbarsort San Marco. Der Weg führte am Strand entlang über ein kleines Örtchen und wunderschöne Küstenwege zu einem kleinen Hafen in San Marco, von wo wir eine Bootstour nach Isla Licosa unternahmen und ins kühle Nass sprangen.

Trampen nach Castellabarte 

Jeden Tag blinzelte mir Castellabarte vom Berg aus zu, die Stadt auf dem Berg war von jedem Winkel der Stadt aus sichtbar und machte mich neugierig. Bis ich irgendwann beschloss, da müssen wir hoch! Zum Glück ging es den anderen genauso. Das selbst erfundene Motto unserer Gruppe stand unter der Devise: tue etwas, was du noch nie gemacht hast. Nun, das war bei mir das Trampen. Der eine Teil unserer 4 köpfigen Gruppe wanderte nach oben, der andere Teil trampte. Das ging ja relativ leicht.

Der Ausblick von oben war gigantisch, wir erreichten gerade noch die blaue Stunde und den Sonnenuntergang, weil wir ziellos durch die kleinen Gassen wanderten und nicht mehr aufhören konnten, zu fotografieren. Die Gassen in dieser geheimnisvollen Stadt sind noch kleiner als in Santa Maria und verwinkelter. Wie ein kleines Labyrinth aus unzähligen Abbiegungen. Wir ließen uns treiben und verbrachten einen wunderbaren Abend dort, genossen den Ausblick und probierten uns durch die vielen Antipasti Angebote. Kurz vor der Dämmerung nahmen wir den Wanderweg zurück nach Santa Maria, doch da die Serpentinenstraße im Dunkeln irgendwann viel zu gefährlich wurde, nahm uns ein freundliches Pärchen im Auto mit nach unten.
Ich würde sagen - Trampen: check.

Ich blicke dankbar auf diese Woche zurück, denn es war eine tolle Zeit. Voll mit intensiven Yoga Stunden, ganz viel Genuss und zahlreichen Fotografien und Erinnerungen. So eine Woche verändert etwas in einem. Sei es das Bewusstsein für das Leben und das eigene Glück, oder für die Menschen, die man liebt und Dinge, die man tut oder nicht wagt. Es ist unglaublich, wie viele neue, nette Menschen ich kennen lernen durfte. Das Freundschaftsbändchen an meinem Handgelenk lässt mich immer wieder schmunzeln.

Das Leben ist ein Geschenk <3 La Vera Dolce Vita eben.

Wenn man es zulässt...!