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26.04.2017

Boho Wedding-Shooting mit Anma Koy Fotografie in Hamburg

Im März ging es für mich nach Hamburg - ich hatte recht spontan einen Workshop bei Anna Maria von Anma Koy Fotografie gebucht und war total gespannt, was mich erwartet! Die Reise verband ich mit einem Besuch bei Mandy von es-gruent-so-gruen, die ich letztes Jahr während meiner Italien Reise kennen gelernt habe. Über ihren Blog und über Hamburg berichte ich aber in den nächsten Wochen separat :-)

Wir trafen uns zuerst bei Anna Maria Zuhause, um die Details des anschließenden Shootings sowie die Fragen, die wir mitgebracht haben, zu besprechen. Anna empfing uns herzlich, sorgte für ein leckeres Finger Food Menü und verwöhnte uns mit Kaffee, ganz viel Kaffeeeeee :-) Unsere Gruppe war recht klein, wofür ich Anna wirklich loben möchte, denn bei mehr als 6 Leuten entwickelt sich schnell ein Gerangel um die besten Fotoplätze an der Shooting Location und versaut oft die Bilder oder schöne Momente, weil man mit der Platzsuche beschäftigt ist (obwohl, wenn ich an eine Hochzeit aus dem wahren Leben denke, passiert es tatsächlich oft, dass man als Fotografin ebenfalls mit den Gästen um die besten Plätze kämpft, alles schon erlebt :-) Dennoch, ich war dankbar, endlich um eine entspannte Atmosphäre!).

Wir stellten uns in der Runde vor, sprachen über unsere Erwartungen vom Workshop, unsere Ziele als Fotografin und unsere Erfahrungen bei der Hochzeitsfotografie. Anschließend diskutierten wir in der Runde unsere Fragen und es entstand ein schöner Austausch - dieser ist erfahrungsgemäß viel wert, wie ich letztes Jahr bereits bei dem Workshop von Sascha Kraemer festgestellt habe, denn durch den anschließenden Kontakt, konnte mir schon oft weitergeholfen werden. Neben den fachliche Fragen hilft man sich gegenseitig schon mal bei alltäglichen Hürden, die eine Selbstständigkeit oder ein Kleingewerbe mit sich bringen... Steuer, Behörden, Detailfragen und und und. 

Im Zimmer nebenan wurden die hübsche Braut Caro und der Bräutigam Sebastian von Nadine van der Wyk - Hair & Make-up Artist geschminkt. Wir durften also gespannt sein! Es sei zu erwähnen, dass hier ein Boho Wedding Shooting nachgestellt werden sollte, also ein styled shoot. Doch da die beiden im echten Leben ein Paar sind und keine professionellen Models, spielten wir hier ein bißchen eine reale Situation nach. Und da wir nur eine begrenzte Zeit zum Shooten hatten, machte dies den Zeitdruck während eines Shootings ebenfalls umso realistischer. Wer sich zudem gerade fragt, was Boho eigentlich bedeutet: naja, man stellt sich ein bißchen edel & Hippie im Mix mit kräftigen Farben, die Hochzeit, Deko und Kleidung etwas unkonventionell und selbstbestimmt vor. 

Nach der Austauschrunde ging es in die Boberger Dünen, ein schönes Erholungs- & Naturschutzgebiet in Hamburg. Gefolgt von neugierigen Blicken breiteten wir uns an einer Sanddüne aus und stellten diverse Szenen aus einem Wedding Shooting nach. Caro und Sebastian schlugen sich wacker, wir wechselten die Motive von einer Dünen- zu einer Heidelanschaft, manchmal wirkten die Bilder, als wären die beiden am Meer, manchmal im Wald. Ein schönes Detail war auch der Boho-Blumenstrauß von Himmel und Erde - Meisterfloristik, der auch gerne vereinzelt fotografiert wurde. Während der Aufnahmen tauschten wir uns aus und gaben uns gegenseitig Tipps. 

Nach gefühlt 1.500 Bildern ging es für uns zurück zu Anna. Wieder bei ihr Zuhause, besprachen wir das Shooting, den Bilderimport und verglichen die ersten Ergebnisse. 

Ich muss sagen, es war eine tolle Erfahrung für mich und ich freue mich sehr über das Bildmaterial. Denn ich konnte mich beim Shooting ohne Vorgaben austoben, mal was ausprobieren und einfach meinen Stil weiter verfeinern. Und natürlich sind dabei tolle Bilder entstanden, die ich euch nicht vorenthalten möchte. 

Ein großes Dankeschön geht an Anna und die lieben Teilnehmerinnen sowie die klasse Zusammenarbeit der Gruppe! :)  

 

 

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19.09.2016

La Vera Dolce Vita - das etwas andere Yoga Retreat

mit Rebecca Radnak von Fvck Lucky Go Happy

Als ich im April auf Facebook von Rebeccas Plänen las, ein Yoga Retreat an ihrem Kraftort in Italien zu veranstalten, wusste ich sofort: da will ich dabei sein! Natürlich musste meine Kamera ebenfalls mit, denn es gibt für mich nichts Schöneres, als Yoga und Fotografie zu vereinen. 

Rebecca bloggt seit mehreren Jahren auf ihrem lifestyle Blog "Fvck Lucky Go Happy" (damals noch zusammen mit Franziska, die sich nun mit Franziska.love auf eine eigene Reise gemacht hat) und rettete mich bereits mehrere Montage mit dem Montagsmantra durch den Montags-Blues :-) Ich war richtig gespannt, sie nun persönlich kennen zu lernen! 

Santa Maria di Castellabarte  

Dieser Ort ist ja magisch! Als Franco, unser netter Fahrer, uns nach einer zweistündigen Fahrt von Neapel nach Santa Maria brachte, war ich alles andere als entspannt. Die Woche vor der Auszeit stand noch einiges an, ich habe mir viel zu viele Termine in die Woche gepackt. Wie es halt immer so ist :-) Nach ein paar Tagen war alles vergessen, es zählte nur noch der wunderbare Ausblick auf das Meer, die Sonne und das italienische Essen. Ich erkundete die Gegend auf meinen ausgiebigen Joggingtouren sowie mit der Kamera die wunderschönen kleinen, in diversen warmen Brauntönen gehaltenen Gassen. Ich schlenderte den Corso - die große Einkaufsstraße - hoch und runter, besuchte die zahlreichen Gemüse- und Tante Emma Lädchen. Trank einen guten Kaffee. Ich verstand nun, was Rebecca meinte. Dieser Ort spendet Kraft, alles ist hier „echt“ - hier machen die Italiener Urlaub, hier wird zahlreich geheiratet (wunderbare Hupkonzerte), hier wird geschlemmt, was das Zeug hält, hier wird gelebt und nicht gehetzt. Hier fällt alles von einem ab und das Leben wird süß. La Vera Dolce Vita eben! Santa Maria di Castellabarte ist definititv ein Geheimtipp, den ich bereits nach ein paar Tagen als Empfehlung an meine Freunde schickte. 

Yoga mit Rebecca

Ich muss zugeben, ich war ziemlich neugierig auf Rebecca & Jivamukti Yoga und habe mich bewusst so wenig wie möglich darüber informiert. Eben weil ich mich einfach darauf einlassen wollte. Rebecca hieß uns am Sonntag auf der riesengroßen Dachterrasse des Torre Perotti mit einer erdenden Yogaeinheit willkommen. Anschließend lernten wir uns alle in einer Vorstellungsrunde etwas kennen und tranken zusammen unseren Aperitif im Lido, einer Strandbar, in der auch unsere tägliche Yogapraxis stattfinden sollte. Berlin, München, Frankfurt, Zürich, eine bunte Truppe und so viele unterschiedliche Charaktere!

Unsere Praxis begann jeden Tag um 07.30 Uhr mit einer Meditation. Anschließend wurde es knackig. Rebecca stimmte die Praxis wunderbar auf die verschiedenen Elemente und Chakras ab, die Stunden waren perfekt abgerundet. Anschließend gab es im Lido ein leckeres Frühstück. Meinstens saßen wir noch lange zusammen, unterhielten uns über Gott und die Welt, bis wir uns entschieden, ins kühle Meer zu hüpfen. Die Gruppe hatte eine angenehme Dynamik und die zahlreichen angenehmen Gespräche waren es mir sehr oft wert, mein Buch einfach mal beiseite zu legen und mich treiben zu lassen. Die Zeit wurde relativ. Rebecca erlebte ich als eine sehr geerdete und natürliche Person - mein erster Gedanke war: sie ist ja genauso normal und ehrlich, wie sie in ihrem Blog wirkt :-)

Am letzten Abend machten wir es uns gemütlich am Strand und genossen den Sonnenuntergang bei Pizza und Wein. 

Wanderung nach San Marco & Bootstour nach Isla Licosa 

Ok, so gemütlich das Leben in Santa Maria auch war, etwas Sightseeing musste auch mal sein. Von Santa Maria di Castellabarte wanderten wir in einer kleinen Runde ca. 30 min lang zum Nachbarsort San Marco. Der Weg führte am Strand entlang über ein kleines Örtchen und wunderschöne Küstenwege zu einem kleinen Hafen in San Marco, von wo wir eine Bootstour nach Isla Licosa unternahmen und ins kühle Nass sprangen.

Trampen nach Castellabarte 

Jeden Tag blinzelte mir Castellabarte vom Berg aus zu, die Stadt auf dem Berg war von jedem Winkel der Stadt aus sichtbar und machte mich neugierig. Bis ich irgendwann beschloss, da müssen wir hoch! Zum Glück ging es den anderen genauso. Das selbst erfundene Motto unserer Gruppe stand unter der Devise: tue etwas, was du noch nie gemacht hast. Nun, das war bei mir das Trampen. Der eine Teil unserer 4 köpfigen Gruppe wanderte nach oben, der andere Teil trampte. Das ging ja relativ leicht.

Der Ausblick von oben war gigantisch, wir erreichten gerade noch die blaue Stunde und den Sonnenuntergang, weil wir ziellos durch die kleinen Gassen wanderten und nicht mehr aufhören konnten, zu fotografieren. Die Gassen in dieser geheimnisvollen Stadt sind noch kleiner als in Santa Maria und verwinkelter. Wie ein kleines Labyrinth aus unzähligen Abbiegungen. Wir ließen uns treiben und verbrachten einen wunderbaren Abend dort, genossen den Ausblick und probierten uns durch die vielen Antipasti Angebote. Kurz vor der Dämmerung nahmen wir den Wanderweg zurück nach Santa Maria, doch da die Serpentinenstraße im Dunkeln irgendwann viel zu gefährlich wurde, nahm uns ein freundliches Pärchen im Auto mit nach unten.
Ich würde sagen - Trampen: check.

Ich blicke dankbar auf diese Woche zurück, denn es war eine tolle Zeit. Voll mit intensiven Yoga Stunden, ganz viel Genuss und zahlreichen Fotografien und Erinnerungen. So eine Woche verändert etwas in einem. Sei es das Bewusstsein für das Leben und das eigene Glück, oder für die Menschen, die man liebt und Dinge, die man tut oder nicht wagt. Es ist unglaublich, wie viele neue, nette Menschen ich kennen lernen durfte. Das Freundschaftsbändchen an meinem Handgelenk lässt mich immer wieder schmunzeln.

Das Leben ist ein Geschenk <3 La Vera Dolce Vita eben.

Wenn man es zulässt...!  

 

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20.03.2016

Hochzeitsfotografie Workshop

- mit Sascha Kraemer -

Schon lange wollte ich wieder einen Fotografie Workshop besuchen. Zum einen, um Neues dazu zu lernen, zum anderen, um wieder neue Inspirationen zu sammeln. Schließlich blieb in den letzten Monaten wenig Zeit für Fortbildungen. Vor einigen Monaten habe ich Saschas Seite auf Facebook entdeckt und seine Arbeiten verfolgt - als ich gesehen habe, dass er 2016 neue Workshops anbietet, war ich am 20.03.2016 sofort dabei. 

Die 2 Stunden Fahrt nach Köln gingen recht schnell rum - die Autobahnen waren Sonntag früh wie leer gefegt und ich bin super durchgekommen. Unser Workshop fand in der alten Feuerwache statt - unten auf dem Vorplatz tummelte sich ein bunter Flommarkt, oben in den Schulungsräumen tüftelten wir. Natürlich gab es ein leckeres Willkommensfrühstück und reichlich Kaffee. Der perfekte Einstieg in den Tag! 

Wir waren eine gut gemischte Truppe, die sich nach der Vorstellungsrunde sehr inspirierend über die alltäglichen „Sorgen“ eines Fotografen unterhielt und sich zahlreiche Tipps von Sascha einholte, denn wo kriegt man schon Unterstützung von Gleichgesinnten und so viel Insiderwissen? 

Im ersten Teil des Workshops haben wir Themen wie Fotografie und Selbstständigkeit, die Anforderungen an das Equipment und die Vorbereitungen eines Hochzeitsshootings besprochen. 

Dann ging es mit dem Modelpaar Ariella & Julian in die Wahner Heide zu einem Brautpaarshooting. Sascha erklärte uns, welche Posen sich als Einstieg eignen und wie schnell sich neue Motive durch verschiedene Blickwinkel und Standortwechsel ergeben. Dabei ist eine schöne Sammlung an Bildern herausgekommen und wir konnten uns sehr schwer von dem Brautpaar lösen, denn die beiden sahen einfach umwerfend aus. Für Außenstehende sahen wir bestimmt aus, wie ein hungriger Bienenschwarm, der ein Stück Honig umkreist - sehr zur Belustigung der Spaziergänger. 

Zurück in der Feuerwache ging es weiter an Themen wie Merketingwege, Preisgestaltung, Kundengespräche, den Ablauf eines gesamten Hochzeitstages und die Auftragsabwicklung nach der Hochzeit. Sehr viel Input, sehr viele hilfreiche Informationen, sehr motivierend - jeder von uns scharrte förmlich mit den Hufen, das Gelernte direkt umzusetzen. 

Sascha hat eine sehr ehrliche und direkte Art - er plauderte recht offen und schonungslos über das Leben eines Fotografen, zeigte uns zugleich aber viele schöne Facetten auf. Denn was gibt es Schöneres, als den glücklichsten Tag des Lebens seiner Kunden zu begleiten? Er gab uns viele Ratschläge mit auf den Weg, schlug uns wertvolle und vor allem zeitsparende Programme vor. 

Am Ende - die Zeit rannte wie verrückt und schwupps hatten wir 22 Uhr - zeigte er uns seinen Workflow in Lightroom und seine Arbeitsweise. Nach dem Workshop gründete unsere Gruppe eine kleine Facebook Community, wo sich jeder weiterhin über seine Erfahrungen austauschen kann - auch Sascha steht uns nach dem Workshop weiterhin zur Seite als Mentor. Müde und zufrieden machte ich mich auf den Rückweg und freue mich auf die neue Saison 2016! 

Hier findet ihr eine kleine Bilderauswahl vom Shooting:

 

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20.07.2016

Die wunderbare Insel Mallorca

Dieses Jahr wollten wir nicht ganz so weit unseren Sommerurlaub verbringen und in Europa bleiben. Aufgrund der aktuellen politischen Lage haben wir uns für das 2. Zuhause der Deutschen entschieden - Mallorca!!!! 

Was, Mallorca? Waren wir da nicht bereits mehrmals und meistens recht zerstörerisch am Ballermann unterwegs? Hat man da nicht schon alles gesehen, als man mit dem Mietauto etwas rumgefahren ist? Nein, diesmal sollte es ein anderes Mallorca werden, wir wollten wissen, was an dem Traum der Deutschen dran ist. Dem Traum vom Auswandern, den ruhigen Ecken, dem wahren Mallorca, fernab des Massentourismus und der riesigen Ferienanlagen. Ich habe recherchiert und die schönsten Empfehlungen sowie Fotohotspots rausgesucht.

Auf eine Empfehlung hin von Astrid (Yogareich) sind wir in der traumhaften Finca Sa Tanca zwischen Campos und Cala d’Or untergekommen, die wir uns mit mehreren Familien geteilt haben. Cathleen & Nokolas haben uns mit einem super Frühstück und ganz viel Gastfreundschaft umsorgt, die herrliche Ruhe und die hübsche Umgebung waren genau das, was wir gesucht haben!  

 

Tapas essen in s'Alqueria Blanca 

Auf dem Weg zu unserer Unterkunft haben wir diesen wunderbaren kleinen Ort entdeckt. Tagsüber, während die Hitze ihre Kraft entfaltet, wirkt dieser Ort fast wie ausgestorben. Doch die kleinen Gassen, der kleine Markt, der jeden Dienstag stattfindet, die unglaubliche Ruhe und ein wunderbar leckeres Tapas Restaurant „Sa Placa“ sind einen Besuch wert. Am frühen Abend erwacht in dem Örtchen ein angenehmes Treiben.

 

Wandern im Parc natural de Mondrago

Es ist nicht abzustreiten - die Strände waren überfüllt! Aber wir hatten an diesem Tag beschlossen zu wandern, daher stand uns die Wanderroute fast alleine zur Verfügung, während alle anderen sich sonnten. Wir wählten die Routen 1, 2, 3 und 5 und wurden mit tollen Ausblicken, Klettermanövern und schnatternden Möven über uns belohnt. 

 

Rundfahrt durch die Mühlenroute "Molins de Campos"

Diese kleine Route auf dem Weg nach Campos ist sehenswert, wer sich für die wunderschönen Postkarten-Ansichten mit den vielen Mühlen interessiert.   

 

Der Markt in Santanyi

Geschäftig ging es auf dem Markt in Santanyi zu, der jeden Mittwoch und Samstag stattfindet. Sich in eines der Cafes zu setzen und das Treiben zu beobachten, das ist Urlaub pur. Nur sollte man sich viel Zeit nehmen, denn hier ticken die Uhren beim Bestellen anders :-) Wir machten uns über den Käse her und probierten die verschiedenen Sorten an den Ständen aus. Wer hat schon mal türkisen „Thymian & Rosmarin“ Käse probiert? Erstaunlich lecker! Am Ende waren unsere Tüten voll mit Käse, Oliven, Salami und Gemüse und wir genossen anschließend ein selbst angerichtetes Mittagessen in der Finca.  

 

Cala d'Es Moro / Cala s'Almonia

Auch hier ist es Fakt - der Strand war übervoll! Jeder noch so winzige Centimeter wurde hier genutzt! Entspannt ist was anderes - aber wir wollten unbedigt ins kühle Nass und der kleine Rundweg zwischen Cala d’es Moro und Cala s’Almonia bietet wunderschöne Aussichten für Fotografie Liebhaber. Spätestens hier, im kleinen Örtchen über der Bucht, haben wir uns in Gedanken unser kleines Anwesen vorstellen können :-) Übrigens, da auf Mallorca die Strände nicht privatisiert werden dürfen, aber das Grundstück um den Strand herum privat ist, gibt es eine Stiftung, die für den Erhalt dieses Abschnitts gegründet wurde. Denn viele Touristen nehmen ihren Müll nicht wieder mit und zerstören dieses kleine Idyll. Top! 

 

Valldemossa und Deia

Das Bergdorf Valldemossa bietet bereits aus der Ferne einen schönen Anblick. Sie erstreckt sich mitten im grün über den Hang im Serra de Tramuntana Gebirge.  Die kleinen Gassen und die zahlreichen Cafes laden zum Verweilen ein. Blöd ist nur, wenn gerade 10 Reisebusse von den Kreuzfahrtschiffen ankommen und die Massen in Scharen in dieses wunderbare Städtchen strömen! Also, die Ruhe vor dem Strum nutzen und die MIttagszeit meiden. Wahnsinn, dass hier eigentlich nur 2.000 Bewohner ansässig sind! Wer der Straße weiter folgt, erreicht Deià. Es ist eine kleinere Variante von Valldemossa und bietet schöne kleine Sträßchen, Galerien und Cafes zum Verweilen an. Unbedingt sehenswert ist auch die schöne Cala de Deià, allerdings liegt man beim Sonnenbaden wie eine Robbe auf den Steinen. 

 

Calo des Macs & Es Pontas

Ganz durch Zufall haben wir diese kleine Bucht entdeckt, indem wir ganz neugierig in eine wie eine Sackgasse aussehende Straße reingefahren sind und nach mehreren kurvigen Umwegen an der Cala des Macs angelangt sind. Eigentlich dachten wir, wir hätten uns verfahren. Manchmal mache ich meinen Mann wahnsinnig, wenn ich neue Fotomotive suche und all zu neugierig in alle Ecken reinschnuppern will - doch die Neugier wurde belohnt und so landeten wir in dieser kleinen Bucht und entschieden uns, dort eine Weile zu bleiben. Auf dem Rückweg sind wir wieder durch Zufall am Es Pontas rausgekommen. Ein ganz unscheinbarer Weg führte uns dorthin und offenbarte die wunderschöne Felsenformation sowie die Europa-Skulptur vom Künstler Rolf Schaffner, ein internationales Projekt, welches für den verantwortungsvollen Umgang mit der Natur und dem Frieden auf der ganzen Welt steht.  

 

Mallorca, wir kommen wieder! 

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WILLKOMMEN!

Hier findet ihr meinen Blog zu unserer Fotoreise durch Südost - Asien vom 01.11.2014 - 23.02.2015

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Teil 6

30.1. - 23.2.2015

VIETNAM - THAILAND

HO CHI MINH / SAIGON - MEKONG DELTA - DA NANG - HOI AN - HANOI - HALONG BAY - BANGKOK

Good Morning, Vietnam! Die Einreise nach Vietnam verläuft recht abenteuerlich - streng, langwierig und wir bekommen mit, wie einigen Leuten die Einreise tatsächlich verweigert wird. Da hält man echt mal kurz die Luft an. Als wir in Ho Chi Minh City / Saigon ankommen, finden wir auf gut Glück ein nettes, kleines Gästehaus, wo man uns freudestrahlend empfängt. Die Stadt haut uns - ähnlich wie Bangkok zu Beginn der Reise - etwas um. Noch nie habe ich so einen dichten Verkehr erlebt, die Rush Hour in New York ist nichts dagegen! Abertausende Roller, die wie ein Schwarm aus verschiedenen Richtungen einander kreuzen, erschweren das Überqueren der Straße. Fußgänger Überweg = Fehlanzeige. Nicht überall gibt es Bordsteine, also ist auch da Vorsicht geboten, nicht angefahren zu werden und lebend von A nach B zu kommen. Doch die Stadt gefällt uns. Wir probieren uns durch die einheimischen Restaurants und trauen uns in das riesige Gebäudekomplex des Ben Tranh Markts. Dort durchzulaufen ist ein Elebnis, geschweige denn lebendig und ohne Schnappatmung raus zu kommen;-) Die Vietnamesen sind sehr geschäftstüchtig und lassen einen schwer durchkommen. Bei dem Besuch des Bitexco Towers und des Saigon Skydecks im 49. Stockwerk, sehen wir uns die Stadt von oben an. 75 % von den 7,4 Mio. Einwohnern in HCMC leben im Stadtgebiet und das sieht man von oben am besten! Die Bauweise der Häuser schafft Platz - fast alle Bauwerke sind länglich und schmal. An der "Le Loi" und in der Nähe des Museums reihen sich teure Boutiquen und Shoppingmalls aneinander, verkauft wird zu europäischen Preisen. Ein Mekka für die kaufwütigen Chinesen! Am beeindruckendsten ist der südindische Mariamman-Hindu-Tempel, der einen starken Kontrast zu all den Tempeln, die wir bisher besichtigt haben, bildet. Er ist zwar genauso farbenfroh, doch die Buddhastatuen weichen den Hindugöttern und ein ganz neues Erlebnis.

Von HCMC aus machen wir einen Ausflug zum Mekong Delta. Über My Tho, mit seiner schönen Pagode, geht es weiter nach Can Tho, von wo wir eine Bootsfahrt zu dem Schwimmenden Markt von Phong Dien unternehmen. Die Kulisse bietet tolle Motive für Aufnahmen! Wir spazieren durch Reisfelder, besichtigen eine Coconut Candy und Reisnudel Manufaktur und erfahren viel über die Geschichte von Vietnam. Durch die Kriege war es schwer gebeutelt. Es zählt immer noch zu einem Entwicklungsland, in den letzten 20 Jahren machte es jedoch einen riesigen Sprung nach vorne, was den Fortschritt betrifft. Eines der schönsten Erlebnisse während des Ausflugs ist die Reaktion eines Kindes auf eine Chips Tüte, die eine Frau aus unserer Reisegruppe ihm schenkt - es schreit vor Freude und rennt freudestrahlend zu seiner Mutter. Wie selbstverständlich sind doch solch einfache Dinge, wie Chips und Knabberkram, für uns geworden?!  

Weiter geht es nach Da Nang, einer recht unscheinbaren Stadt, die einen erst am Abend mit wundervollen Lichtern bezaubert. Hier bleiben wir vorerst nur eine Nacht und fahren tags drauf mit dem lokalen Bus weiter nach Hoi An. 

Hoi An ist ein Traum von einer Kleinstadt! Die Altstadt ist ein Unesco Weltkulturerbe und das hat seinen Grund: sie ist einfach bezaubernd!!! Die alten Häuser versetzten einen um Hunderte Jahre zurück, alte chinesische Tempel und japanische Handelshäuser säumen die Straßen, die kleinen Gassen zwischen den Häuserreihen bilden einen kleinen Labyrinth. Das einzige, was das Stadtbild etwas zunichte macht sind Unmengen an Schneidergeschäften, die sich aneinander reihen. Ein paar hätten auch gereicht! Wir werden dennoch schwach und lassen uns ein paar Sachen schneidern. Am letzten Tag treffen wir auf alte Bekannte aus dem Retreat in Siem Reap wieder. Ein australisch-deutsches Paar, mit dem wir die Wiedersehensfreude feiern. Wehmütig verlassen wir die knuffige Stadt und kehren nach Da Nang zurück. Diesmal bleiben wir einen Tag länger und schauen uns die Küstenseite an, die mit den rauen Wellen eine wunderschöne Nordsee Kulisse bietet. Hier ist es fast schwierig auf Touristen zu treffen, zu dieser Jahreszeit wirkt es sogar fast verlassen. Wir sind unter Einheimischen und kämpfen uns durch die Sprachbarrieren, denn Englisch kann hier leider kaum einer. Bald ist Tet, das vietnamesische (und chinesische) Neujahr und die Straßen sind wundervoll geschmückt. Voll bepackte Mopeds (sei es ein Pfirsichbaumstrauch, Bierkisten oder ein Mandarinenbaum) kämpfen sich hupend durch die Straßen, letzte Erledigungen werden noch gemacht, bevor am 19. für drei Tage alles still steht und gefeiert wird. Wirken die Vietnamesen tatsächlich nicht etwas zu gestresst? ;-) 

Nach zwei Tagen nehmen wir den Flug von Da Nang nach Hanoi. Auf den ersten Blick wirkt die Stadt wie HCMC in klein! Auch hier summt und hupt es von allen Seiten. Die wichtigste Aufgabe eines Touristen oder eines Fußgängers ist es, nicht angefahren zu werden. Zwar gibt es Bürgersteige, doch sind diese in der Altstadt fast alle vollgestopft mit parkenden Mopeds, Waren, die zum Verkauf angepriesen werden oder Straßenrestaurants. Das Leben spielt sich hier auf der Straße ab, die Menschen sitzen und essen am Bürgersteig, trinken ihren Kaffee und wenn ein Laden abends zumacht, wird die Fläche davor zu einer Bier-Bar umfunktioniert. Hier wird alles möglich gemacht! Man muss diese Stadt einfach lieben. Wir sind froh, uns in Hoi An mit Daunenjacken eingedeckt zu haben, denn im Norden von Vietnam ist derzeit Winter, es regnet nonstop und ist sehr frisch. 

Nach ein paar Tagen in Hanoi, machen wir unseren letzten Ausflug auf der Reise. Es geht zu der berühmten Halong Bay, weswegen wir eigentlich in Nordvietnam sind. Wir haben Glück! Der Nebel lichtet sich und wir erleben die Bucht bei Sonnenschein. Die Natur zeigt sich von ihrer schönsten Seite, über 2.000 wunderschöne Inseln und Kalksteingipfel reihen sich fast aneinander. Die Bootstour dauert 3 Tage, wir schippern an Fischerbooten vorbei weiter zu der Lan Ha Bucht, unternehmen eine Fahrradtour durch den Cat Ba National Park, besuchen eine Perlenfarm, fischen und übernachten auf dem Boot. Auf dem Rückweg verändert sich die Landschaft wieder schlagartig. Der Nebel wird immer dichter und die Landschaft immer mystischer. Irgendwann fahren wir blind ins weiße Nichts und der Kapitän versucht anhand der Winkzeichen der Besatzung die richtige Richtung zu finden bzw. beizubehalten. Was war noch mal GPS?

Die schöne Landschaft hat allerdings mit einem Problem ziemlich zu kämpfen - das Wasser ist teilweise stark verunreinigt, Plastikflaschen oder Dieselteppiche sind ein häufiges Bild, welches uns sehr nachdenklich stimmt. Wir wussten zwar, dass Vietnam zu den drei am stärksten von der Abfallproblematik betroffenen Ländern zählt, doch lässt uns dieser Anblick sehr traurig zurück. Vor unseren Augen wird alles mögliche ins Wasser gekippt und wir wünschen uns mehr Aufklärung oder Unterstützung für die Leute, die dort leben.

Zurück in Hanoi heißt es Abschied nehmen von Vietnam. Es geht zu unserer letzten Station in Bangkok, wo wir uns ein paar Tage ausruhen, bevor es zurück in die Heimat geht...

Unsere Reise ist nun zu Ende! Mit einem Fotomaterial von mehr als 20.000 Bildern, freue ich mich auf deren Auswertung und neue Aufgaben, die 2015 mit sich bringt.  

HO CHI MINH CITY / SAIGON - Sonnenbrille gefällig?
HO CHI MINH CITY / SAIGON - Sonnenbrille gefällig?

HO CHI MINH CITY / SAIGON - 3, 2, 1, GO

 HO CHI MINH CITY / SAIGON - Ausblick vom Skydeck

 

HO CHI MINH CITY / SAIGON - Kabelsalat

HO CHI MINH CITY / SAIGON - Mariamman Hindu - Tempel

MEKONG DELTA - floating market

 

MEKONG DELTA - Arbeiterin in der Coconut-Candy Fabrik

DA NANG - by night

 

DA NANG - by day 

 

 

HOI AN - Räucherstäbchen

 

 

HOI AN - Versammlungshalle der Chinesischen Kongregation aus Fujian

HOI AN - Vietnamesischer Kaffee

HOI AN - Markt

HOI AN - ohne Worte! 

HANOI - Tet Einkäufe

HANOI - on the street 

HALONG BAY

EIN MÄDCHEN IN CAT BA 

CAT BA NATIONAL PARK  - Reisfelder

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Teil 5

5.1. - 29.1.2015

KAMBODSCHA

SIEM REAP - PHNOM PENH - SIHANOUKVILLE - KOH RONG SAMLOEM

Nach Laos geht unsere Reise weiter nach Kambodscha. Die erste Station ist Siem Reap, wo wir uns ein paar Tage die Stadt anschauen. Es ist unglaublich, wie weit die Stadt fortgeschritten ist - damit haben wir nicht gerechnet, zumindest nicht in Kambodscha! Das Gebiet um den Psar Chaa Markt und die Pub Street scheint das Tuk-Tuk reichste zu sein. Hier wimmelt es nur noch davon! Sogar im Restaurant oder aufm Fahrrad versuchen die Tuk-Tuk Fahrer einen als Kunde zu gewinnen :-) Hier kann man schön durch den Night Market und ein paar lokale Kunstläden stöbern, doch vieles ist erstaunlich teuer - hier wuselt der Tourismus und das wissen die Kambodschaner. 

Nach dem Trubel der Stadt geht es etwas abseits in ein Yoga Retreat. Angkor Zen Garden ist unglaublich schön und die Yoga Stunden sehr angenehm für unsere Rucksack geplagten Rücken. Wir schlafen in einfachen Hütten und sind von einem großen Garten umgeben, den Pool und das vegetarische Essen sollte ich besser nicht all zu laut erwähnen - denn es ist ein Traum und der Ort sollte lieber ein Geheimtipp bleiben :-) Die Zeit nutze ich dort auch, um spontan ein Shooting mit der hübschen Yoga Lehrerin Lauren zu machen. Hier bleiben wir 7 Tage, lassen die Seele baumeln und lernen ein paar nette Menschen kennen. 

Anschließend geht es an die Erkundung von den beeindruckenden Angkor Tempeln. Drei Tage sind nicht genug, es gibt so viel zu sehen und zu fotografieren. Wir laufen und ich knipse, bis uns die Fußsohlen und die Kamera qualmen. Dabei habe ich die Gelegenheit, ein paar Fotografen und den Motivationscoach Chris Klein kennen zu lernen und sie bei ihrer Arbeit zu beobachten. Manche Tempel sind unglaublich überlaufen, allen voran Angkor Wat - manch kleine, die wir uns bewusst ausgesucht haben, unglaublich schön und verlassen. Wir versuchen gegen den (Chinesen-) Reisebusstrom zu schwimmen, ansonsten ist es fast unmöglich, ein vernünftiges Bild zu schießen oder eine ruhige Ecke zu finden. Mit einem Fotomaterial von über 2.000 Bildern geht es mit dem Bus über Phnom Penh weiter Richtung Süden nach Sihanoukville. Ein Kumpel von uns aus Deutschland, der die letzten Monate durch Australien tourte, gesellt sich zu uns und wir verbringen eine gemütliche Woche auf Koh Rong Samloem beim Zelten. Erst da merke ich, wie schwer und zugleich angenehm es ist, eine Woche offline zu gehen und sich von den äußeren Einflüssen zu erholen. Vor dem Zelt befindet sich das Meer, hinter dem Zelt der Dschungel, neugierige Affen hinterlassen uns ihr Krabbenfrühstück und auch ein kleiner Skorpion krabbelt gemütlich an unserem Zelteingang. Robinson Crusoe lässt grüßen! Danach brauchen wir wohl eine Wiedereingliederung in das normale Leben außerhalb der Insel. Die Strände sind ein Traum, unsere einfache Unterkunft weit ab vom Trubel und Tourismus. Irgendwie heben wir das gebraucht...

Wieder in Sihanoukville trennen sich unsere Wege, unser Kumpel reist weiter nach Kuala Lumpur, wir holen uns bei der vietnamesischen Botschaft ein Visum und ziehen weiter nach Kampot.

Kampot ist berühmt für den Pfefferanbau und so besichtigen wir einen Hersteller und schauen uns die Arbeit vor Ort an. Die Stadt erinnert uns an Luang Prabang in Laos, nur etwas in klein, alt und etwas zerbröckelt. Auch hier finden sich ein paar schöne Cafés zum Entspannen und Planen. Nach ein paar Tagen machen wir uns erneut auf dem Weg nach Phnom Penh, um von der Hauptstadt aus weiter nach Vietnam zu ziehen.

SIEM REAP - Angkor Zen Garden

SIEM REAP - Angkor Wat

 

SIEM REAP - Ta Prohm

SIEM REAP - Bayon

 

 SIEM REAP - Straßenkünstler

 SIEM REAP - ein Mädchen posiert für mich

 

SIEM REAP - on the street 

 

SIHANOUKVILLE - Sonnenuntergang am Otres Beach 2

 

 KOH RONG SAMLOEM

 

KAMPOT-PFEFFER

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Teil 4

20.12.2014 - 04.01.2015

LAOS

CHIANG KHONG / HUAI XAI - PAK BENG - LUANG PRABANG - VANG VIENG - VIENTIANE

Es wird tatsächlich noch kälter! In Chiang Khong verlassen wir Thailand und überqueren in Huai Xai die Grenze nach Laos, nachdem wir - es lebe die Bürokratie - gefühlte 1.000 Zettel ausgefüllt haben. Mit dem Slowboat geht es dick eingepackt weiter über den Mekong. Man nehme ein Boot, funktioniere 70 Austositze etwas um, befestige sie an ein Brett und fertig ist das improvisierte Gefährt. Die Sicherheit sei mal dahin gestellt ;-) Die Fahrt ist landschaftlich sehr schön, wir fahren an vielen kleinen Dörfern und Völkergruppen vorbei, die weitab der Zivilisation leben. Neugierig winken uns die Kinder während der Fahrt vom Ufer zu. Nach 6 Stunden übernachten wir in einem kleinen Dorf namens Pak Beng, am nächsten Tag geht es weitere 7 Stunden flussabwärts nach Luang Prabang. In Luang Prabang fühlen wir uns wie in Frankreich. Die Kolonialstadt versprüht mit den vielen kleinen Cafés, Restaurants, Galerien und Geschäften unglaubliche Ruhe und Idylle. Sogar die zahlreichen Mönche, die hier leben und jeden Morgen ihre Almosenzeremonie vollziehen, wirken etwas ungewöhnlich. Sind wir hier wirklich in Laos? Und es passt doch irgendwie - die Gemütlichkeit dieser Stadt packt einen dick in Watte ein und lässt einen friedlich inne halten. Es ist der perfekte Ort für die Weihnachtszeit! Wir lassen es etwas ruhiger angehen, schlendern durch die Straßen, schauen uns ein paar Tempel an und bringen die Einheimischen mit unseren Weihnachtsmützen zum Lachen. Hier ticken die Uhren übrigens tatsächlich anders, das zeigt sich vor allem an der Schnelligkeit der Bedienung in Restaurants. Nicht umsonst sagt man zu Laos PDR mit einem Lächeln "please don't rush"....!

Der Besitzer unserer Unterkunft ist ein sehr netter Mann und wir haben die einmalige Gelegenheit, am "Tak Bat", der Almosenzeremonie der Mönche bei ihm im Haus samt Nachbarn und Familie teilzunehmen. Die Zeremonie hat etwas meditatives - wir fühlen uns geehrt, dabei sein zu dürfen. Danach gibt es ein Festessen und viele Gespräche, bei denen wir mehr über das Leben der Menschen vor Ort erfahren. An unserem letzten Tag in Luang Prabang landen wir durch Zufall in einem Dorf, wo die Einheimischen zwei Wochen lang in ihrer Festkleidung das "Hmong New Year" feiern. Einen interessanten Anblick bieten die vielen aufgehübschten Jugendlichen, die sich gegenüber stehen und Bälle zuwerfen, kichern und sich schüchterne Blicke zuwerfen. Dahinter sitzen die Familien. Und ja, hier kann direkt vor Ort geheiratet werden ;-)

Die Fahrt geht sehr wackelig und kurvig weiter über die Berge nach Vang Vieng. Immer wieder muss der Fahrer anhalten und die Bremsen abkühlen lassen. Zum Glück haben wir in der Stadt vorab ein Zimmer reserviert, es ist kurz vor Silvester und die Gasthäuser sind überall voll. Unser ergattertes Zimmer ist herrlich! Von dem riesigen Gemeinschaftsbalkon aus, haben wir einen tollen Ausblick auf die Berge, jeden Tag schweben die Heißluftballons über unser Dach. Wir schauen so lange zu, bis wir es selbst begeistert ausprobieren. Vang Vieng's Ruf von einer Partystadt ist nicht ganz berechtigt - man wechsle einfach auf die andere Flußseite, meide alle Getränke mit dem Zusatz "happy" sowie die "Insel" - und der Partylärm verschont einen. Der Ort ist perfekt für Outdoor Aktivitäten - wir schnappen uns einen Allrad-Buggy und cruisen durch die Landschaft, Dreck und Pfützen. Es ist schade, dass viele Traveler diesen Ort meiden, weil er einen schlechten Ruf hat. Wir lernen ein nettes Paar aus Paris kennen und verbringen einen eher ruhigen Silvesterabend mit den beiden in einer Bar.

Unsere letzte Station in Laos ist Vientiane, die Hauptstadt. Diese hat zwar ein paar schöne Cafés, doch kommt sie schwer an ihre Konkurrentin von den Vortagen ran. Warum wollten wir nochmal hierher? Natürlich, ein paar Kilometer außerhalb der Stadt bietet der Buddha Park eine wundervolle Kulisse für eine ganz tolle Bilderserie. Nach ein paar Tagen in der Hauptstadt heißt es Goodbye Laos und auf nach Kambodscha!

HUAI XAI - Unterwegs auf dem Mekong

 

Unterwegs auf dem Mekong - neugierige Blicke

LUANG PRABANG - old bridge

LUANG PRABANG - Sonnenuntergang am Fluss

LUANG PRABANG - Mönche 

LUANG PRABANG - "Hmong New Year"

VANG VIENG - ein Blick auf den Fluss

  

VANG VIENG - Reisfelder

VANG VIENG - eine aufregende Ballonfahrt

 

VIENTIANE - Buddha Park

VIENTIANE - ein junges Paar am Mekong

 

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Teil 3

10.12. -19.12.2014

THAILAND

BANGKOK - AUYTTHAYA - CHIANG MAI - CHIANG RAI

Wehmütig verlassen wir Khao Lak - nun heißt es erst mal Ende mit dem Strand, denn es geht Richtung Norden! Wir nehmen den Nachtbus nach Bangkok - der Fahrer rast wie verrückt und hat es scheinbar extrem eilig. Es hilft nix - wir schicken ein Stoßgebet in den Himmel und versuchen während der zehn stündigen Fahrt etwas zu schlafen. Bei dem Tempo gestalt es sich allerings als etwas schwierig. Lebend in Bangkok angekommen, nehmen wir den Zug weiter nach Auytthaya. Die kurze Zugfahrt versetzt mich gedanklich zurück nach Russland in den 80er Jahren. Die alten Waggons klappern laut, durch die offene Waggontür vor uns können wir die Gleise sehen. Es ist ein interessantes Erlebnis, nur von Waggon zu Waggon während der Fahrt zu laufen ist aus Sicherheitsgründen nicht sonderlich empfehlenswert. Heute ist ein Feiertag in Thailand und wir beobachten, wie diverse Familien sich von Station zu Station begrüßen oder verabschieden. Es ist schon fast beschämend, die privaten Gesten als Tourist mitzubekommen, weil diese so rührend sind und man diese an den touristischen Plätzen normalerweise nicht mitbekommt. Gegen 8:40 Uhr am Morgen erreichen wir den verschlafenen Bahnhof von Auytthaya und machen uns auf die andere Flussseite zu unserer Pension. Die schlaflose Nacht macht sich langsam bemerkbar - das einzige, was hilft, ist ein ausgiebiges Frühstück mit ganz viel Kaffee. Es ist erstaunlich günstig! Unser Kumpel Andy empfahl uns, einen Guide für die vielen Tempel von Auytthaya zu nehmen, vor allem, da wir nicht lange in der Stadt bleiben. Und schon spricht uns einer an - er schent nett zu sein und führt ein Buch mit sich, sozusagen einen "old-school Tripadvisor", wo sich viele Touristen in verschiedenen Sprachen über seine Touren positiv auslassen. Wir lassen uns auf das Abenteuer ein und steigen in sein Darth-Vader Mobil (die Tuk-Tuk Variante in Auytthaya) und erkunden damit die zahlreichen Tempel. Manche sind überlaufen und aufgrund des Feiertags zusätzlich voller, als sonst. Viele Thais nutzen den freien Tag, um für ihre Familien zu beten, Opfergaben vor die Buddha Statuen zu stellen oder deren Gesichter mit Goldplättchen zu bekleben. Auch wir lassen uns von der feierlichen Stimmung anstecken und bringen zwei Münzen an die Füße eines großen Buddhas an und lassen einen Wunsch frei. In "Wat Phra Mahathat" herrscht dagegen eine friedliche Atmosphäre. Dieser Ort hat etwas magisches an sich. 1.374 erbaut und der Sage nach von den Birmanen zerstört (kaum eine Buddha Figur hat den Ansturm überlebt, viele thronen kopflos oder zerbrochen an ihren Plätzen), herrscht hier eine friedliche Ruhe, die man fast greifen kann. Der Kopf eines Sandstein Buddhas ist der Hauptgrund, warum wir diese Stätte besuchen. Das Bild davon ist eins der meistfotografierten Figuren in der Stadt. Glücklich mit der großen Fotoauswahl machen wir uns auf dem Rückweg in die Pension. Am Abend verändert sich die Stadt und der Reiseführer hat recht - abends regieren die streunenden Hunde die Straße und verfolgen einen in Banden mit bedrohlichen Blicken. Normalerweise lieben wir beide Tiere über alles, doch diese sind Menschen gegenüber nicht sonderlich freundlich gestimmt. Wir fuehlen uns genötigt, in Hotelnähe zu essen. Ursprünglich haben wir geplant, weiter nach Sukhothai zu fahren, doch die Busfahrt dorthin dauert 5-6 Stunden, plus die gleiche Zeit für die Rückfahrt, da es nicht auf der Strecke nach Norden liegt. Wir entscheiden uns daher, dann doch direkt nach Chiang Mai zu fahren, eine weitere Zugfahrt von 13 Stunden Richtung Norden mit dem Nachtzug. Die Schlafkajuten sind erstaunlich bequem, sehen allerdings sehr abenteuerlich aus. In Chiang Mai angekommen, schauen wir uns den recht untouristischen Warorot Markt an und probieren die für Nordthailand typische Wurst aus (Schwein, Reis und scharfe Gewürze - WOW!) und lassen uns von dem Geschehen treiben. Chiang Mai ist eine Stadt voller Tempel und Mönche! Auch hier kann ich meine Fotosammlung von Tempeln und Buddha Figuren erweitern. Der "Wat Phan Tao" hat es mir besonders angetan. Es ist komplett aus Teakholz und eine Pilgerstätte für jene, die im Jahr des Hundes geboren sind. Im "Wat Chedi Luang" lassen wir uns von einem Mönch segnen und hängen gegen eine Spende ein Fähnchen an die Decke auf. In einigen Tempeln ist es Besuchern gestattet, ja sogar erwünscht, mit den Mönchen zu sprechen (vor allem als Frau ist dies üblicherweise nicht empfehlenswert), damit diese Englisch lernen. Wir nutzen die Gelegenheit, uns mit einer Gruppe schüchterner Novizen über ihren Alltag und den Buddhismus zu unterhalten. Die Jungs leben zwar von den Almosen und in materieller Enthaltsamkeit, sind allerdings mit extrem guten Kameras ausgestattet. Ein interessanter Kontrast! Wir liefern uns einen kleinen Fotowettbewerb - auch wir Europäer sind für die Thailänder ein sehr interessantes Fotomotiv. Zu unseren interessantesten Erfahrungen in Chiang Mai zählen die Massagen im "Woman"s prison" und die von blinden Menschen. Die Stadt unterstützt sehr viele Projekte, die benachteiligten Menschen eine Rückkehr in die Gesellschaft und einen Arbeitsplatz garantieren. Nicht zu vergessen sind die riesigen Saturday und Sunday Night Märkte, die wir sonst nirgendwo in den Dimensionen erlebt haben.

Unser ganz besonderes Highlight ist der Besuch im Elephant Nature Park! Dieser Park beherbergt über 30 ehemals mißhandelte Elefanten und bringt den Besucher dem Tier auf einer akzeptablen Distanz näher. Kein Reiten, kein Quälen, keine Schläge, wie wir das oft vielerorts erlebt haben, sogar mitten in der Innenstadt. Hier leben die Tiere in Freiheit und haben jeweils einen "Mahouk" - einen Elefantenführer, der sich um das Wohlergehen des Tiers kümmert. Wir tasten uns an die Tiere sehr langsam heran und dürfen sie füttern, baden und streicheln. Diese Momente zählen zu den bisher bewegendsten unserer Reise! Die Tiere reagieren auf unsere Berührungen und Stimmen. Niemals hätten wir gedacht, dass die Dickhäuter dermaßen sensibel und solch soziale Wesen sind.

Auch in Chiang Mai bleiben wir länger, als geplant. Die Stadt hat einen gewissen Charme und man möchte sie einfach nicht verlassen. Nach einer zwei tägigen Trekking Tour durch den Dschungel heißt es für uns allerdings Abschied nehmen von der sympathischen Großstadt. Wir machen uns mit dem Bus nach Chiang Rai, wo wir einen Tag bleiben, um weiter zur Laotischen Grenze zu kommen. Mittlerweile ist es ziemlich kalt geworden, das Klima im Norden ähnelt dem deutschen Frühling. Wir hoffen dadurch auf etwas weihnachtliches Feeling in Laos...

AUYTTHAYA - Stadt der Tempel

AUYTTHAYA - Darth-Vader-Mobil

CHIANG MAI - "talking with the monks"

CHIANG MAI - saturday night market

CHIANG MAI - Jade Buddha

 CHIANG MAI- Kochschule

CHIANG MAI - unterwegs

 

CHIANG MAI- Elephant Nature Park

CHIANG MAI- Elephant Nature Park - ein "Mahout"

CHIANG MAI - Trekking Tour

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Teil 2

22.11. - 9.12.2014

THAILAND

KO LANTA - KO MUK - KRABI - KHAO LAK - SIMILANS

Von Ko Phi Phi aus nehmen wir ein Boot nach Ko Lanta. Es wird recht voll und das frühe Erscheinen zahlt sich aus - wir können gemütlich an der Reling sitzen und die Füße baumeln lassen. Aber - da wir bereits recht früh an Bord waren, liegt unser Gepäck im Bootsinneren nun unter den Gepäckmassen ganz unten. Wir müssen lange warten, bis alle Leute durch die enge Kabine ihr Gepäck hochgetragen haben. Wir verlassen als letzte das Boot und nehmen ein Tuk Tuk zu der Unterkunft, die wir uns rausgesucht haben. Nun ja, wir sind wohl 10 min zu spät - es ist komplett ausgebucht, aber nebenan gibt es eine Ausweichmöglichkeit, die sich auch als sehr schön erweist. Der Strand wirkt ruhig und etwas verlassen, in den vielen fast menschenleeren Bars am Strand hört man Raggaemusik und das Personal trällert gemütlich vor sich hin oder lässt es sich in der Hängematte gut gehen. Hier ist der Meeresboden recht flach und felsig, man kann fast dabei zusehen, wie sich das Wasser zurück zieht. Bei Ebbe kann man über die Steine weit ins Meer laufen, den Krebsen beim Buddeln zuschauen und von den Lebewesen schöne Bilder machen. Wir lernen ein Paar aus Hamburg kennen, das genauso fasziniert den Krebsen zuschaut und verbringen einen lustigen Abend mit den beiden. Am nächsten Tag machen wir uns mit dem Motorbike zur anderen Inselseite und treffen auf dem Weg auf wilde Affen, die mit Babys in den Ästen sitzen und uns neugierig beobachten...ich hoffe die Bilder gefallen euch!

Auf Ko Lanta kann man gut versacken und die Zeit vergessen. Und obwohl diese zu den größeren Inseln gehört, wirkt sie recht abgeschieden. Bei einem Gespräch mit einem Barmann erfahren wir, dass mach sich hier über die Zukunft nicht so viele Gedanken macht und man eher im Hier und Jetzt lebt. Sein Spruch "don't ask me about the future" bleibt noch lange in unseren Köpfen hängen. Können wir davon ein Stück mit nach Deutschland nehmen, zumindest die Gelassenheit, es nicht so eng zu sehen mit dem Sicherheitsbedürfnis? Nur eins kann man hier auf Ko Lanta um diese Jahreszeit jeden Tag fest einplanen: pünktlich um 14 Uhr regnet es!

Nach ein paar Tagen geht es mit dem Longtail Boot weiter auf eine kleinere Insel namens Ko Muk. Doch bevor wir diese erreichen, haben wir das Glück, eine 4 Islands Tour mit den anderen Insassen mitzumachen, obwohl wir nur den Transfer nach Ko Muk gebucht haben. Die zwei Fahrer sind lustig drauf, trinken Whisky mit Cola (man beachte, es ist halb zehn Uhr morgens) und liefern sich mit den größeren Booten ein Rennen auf dem Wasser. Trotzdem bleibt die Gruppe entspannt, denn die Jungs wirken recht sicher bei dem was sie tun. Der eine Fahrer sieht mit seinen langen Haaren und der Brille aus wie ein Professor, doch irgendwie passt beides nicht so ganz zusammen. Die beiden sind sehr sympathisch und unterhalten die gesamte Gruppe. So kommen wir in den Genuss, in der Gegend von den kleinen Inselchen Ko Cheuk und Ko Waen durch Fischschwärme zu schnorcheln und die Insel Ko Ngai zu sehen, ein Traum aus weißem Sand, den man sich wohl nur in der Karibik vorstellen kann. Anschließend geht es weiter zu der Emerald Cave, die eine einmalige Erfahrung ist. Man schwimmt 80 m durch die Dunkelheit, bis man eine wunderschöne Lagune erreicht, umgehen von Felsen und sattem grün. Unser Guide hat viel Spaß daran, seine Taschenlampe ein paar mal auszumachen, um uns zu erschrecken. Die Lagune haben früher Piraten dafür genutzt, um ihre Schätze dort zu verstecken. Denn es gibt nur einen Ein- und Ausgang und vor allem nur dann, wenn gerade Ebbe herrscht und man durch die kleine Öffnung auf den letzten Metern schwimmen kann. Auch hier scheint es um 14 Uhr pünktlich zu nieseln. Habe ich schon erwähnt, dass uns auf dem letzten Stück die Kette im Motor gerissen ist? Während wir in der Höhle schwimmen, repariert unser Whisky-Freund den Motor und winkt uns glücklich mit ölverschmierten Händen bei unserer Rückkehr zu. Der Motor schnurrt! Die Jungs lassen uns am Charlies Beach auf Ko Muk raus - wie blöd, dass es gerade in Strömen regnet und wir eigentlich auf die andere Inselseite wollen. Für 50 Baht finden wir einen Fahrer, der uns in seinem Motorbike mit Anhänger durch den Regen zu der Coco Lodge bringt. 

Ko Muk wirkt auf den ersten Blick wie eine einsame Insel. In der Nähe vom Pier reihen sich kleine, heruntergekommene Buden und Pfahlhäuschen aneinander inmitten von Müllbergen an. Die "chow lair" oder auch "Sea Gypsys" genannt, scheint ihr Müllproblem nicht zu stören, es kann drum herum noch so dreckig sein, in den Häuchen scheint es pikobello sauber zu sein. Hier leben die Menschen mit den Tieren zusammen, überall tummeln sich Ziegen, Hühner, Hunde und Gänse. Und da wir gerade Fruhlingszeit haben, ganz viele Tierbabys, die sofort unser Herz gewinnen. 

Die Besitzer von Coco Lodge sind nett und gastfreundlich, hier fühlen wir uns wohl und bleiben länger, als geplant. Nachts muss man sich (gerade als Städter) an die vielen Tiergeräusche, bellende Hunde, oder fallende Kokosnüsse, die einem aus dem Schlaf erschrecken, gewöhnen. Wir freunden uns mit einer deutschen Familie an, die mit drei Kindern ein Jahr lang um die Welt reist und verbringen viele Abende mit lustigen Gesprächen und ein paar Runden Kniffel. Die Insel ist ein schönes Fleckchen Erde ohne Massentourismus, doch wir befürchten, in ein paar Jahren wird sich dies ändern, weil die zwei Ressorts auf der Insel sich immer weiter ausbreiten. 

Über Trang geht die Reise weiter in die Krabi Stadt. Wir suchen das Guesthouse, welches uns die deutsche Familie empfohlen hat und bekommen zum Glück noch ein kleines Zimmer. Am nächsten Tag können wir in ein größeres, immer noch günstiges Zimmer mit einem eigenen Bad wechseln. Nach einem Spaziergang am Pier machen wir uns auf dem Weg zum Wochenmarkt. Dieser ist einen Besuch wert - auf der Bühne wird gesungen und wir essen uns durch die vielen leckeren Stände. Auf dem Rückweg kehren wir müde in einer Bar gegenüber von unserem Guesthouse ein und lassen den Abend gemütlich bei ein paar runden Jenga (ja, viele Bars in Thailand bieten Gesellschaftsspiele an) ausklingen. Kurz bevor wir aufbrechen wollen, treffen wir zufällig auf meine alte Klassenkameradin Katja, die ich seit 10 Jahren nicht gesehen habe. Es wird ein lustiger Abend, wir freuen uns über den Zufall, singen laut mit der Band und bleiben bis zum Schluss. Als die Musik ausgeht, setzt sich der Bandleader zu uns, spielt uns auf seiner Gitarre vor und erzählt aus seinem Leben. Am nächsten Tag besichtigen wir zusammen mit Katja den Tigerhöhlentempel und steigen 1.260! ziemlich steile Treppen hoch hinauf auf den Gipfel zu der Buddhastatue, die man von Krabi aus in der Ferne sieht. Der Aufstieg gleicht einer Tortur (so muss sich Hape Kerkeling aufm Jakobsweg gefühlt haben), doch der Ausblick oben lohnt sich und bietet viele Fotomotive. Abends treffen wir auf unsere Freunde Andy und Jenny aus der Heimat, die ein paar Wochen Urlaub in Thailand machen. Tags drauf machen wir eine Kajak Tour in die Mangrovenwälder von Yao Nang und sehen uns die Höhlenmalereien in der Ban Bho Tho Höhle an. 

Mit Jenny und Andy fahren wir weiter nach Khao Lak. Die ersten Tage verbringen wir gemütlich am Strand, machen ein Yoga Shooting, da ich auch Bildmaterial für meine Yoga Seite sammle und machen Spieleabende (nun wird auch UNO ausgepackt). Anschließend machen wir morgens einen Ausflug zum Small Sandy Beach in den Khao Lak / Lam Ru National Park. Der menschenleere Strand ist wunderschön, doch um die Mittagszeit füllt sich dieser stark und wir machen uns auf eine 3km lange Wanderung durch den National Park. Abends besichtigen wir das "Boat 813", eines der wichtigsten Tsunami Denkmäler in Thailand. Das Boot befand sich 1km vor der Küste, als die Welle es erfasste und weitere 1km landeinwärts schwemmte. Wie auf Ko Phi Phi ist hier das Land sehr flach und man will sich nicht vorstellen, wie stark die Welle das Gebiet erfasst haben musste!

Am nächsten Tag machen wir uns auf dem Weg Richtung Khao Sok National Park - aus der geplanten 1h Fahrt werden 4, da wir uns total verfahren und dadurch sehr viel Zeit verlieren. Ein netter Thai-Mann, der kein Wort Englisch spricht, fährt mit uns die Strecke vor und hilft uns somit aus der Patsche. Wir verbringen etwas Zeit am Rande des Nationalparks, denn für eine Wanderung ist der Tag schon zu weit fortgeschritten und machen uns Richtung Rückweg, denn wer weiß, wie lange wir zurück brauchen. Es kommt, wie es kommen soll - wir haben einen Platten mitten im Nirgendwo. Uns beleibt nichts anderes übrig, als 3km lang die Straße entlang zu "eiern", bis wir eine Tankstelle entdecken und wie ein Wunder, etwas, das wie eine Reparaturwekstatt aussieht! Für 160 Baht - umgerechnet 4 Euro, reparieren uns die Jungs innerhalb von 1 Stunde das Hinterrad und wir erreichen tatsächlich vor Sonnenuntergang Khao Lak. 

Tag drauf machen wir die Tauchtour zu den Similan Islands, über die wir so lange gegrübelt haben. Da die Tauchpreise auf Khao Lak im Vergleich zu Ko Phi Phi recht teuer sind, waren wir uns nicht sicher, ob unsere Budget den Ausflug vertragen kann. Das azurblaue Wasser, die traumhafte Sicht unter Wasser, die vielen Fische geben unserer Entscheidung recht - man kommt sich vor, wie im Paradies!

KO LANTA - wilde Affen

KO MUK - unser Longtailboot-Fahrer

KO MUK - Babyziege

 KRABI - 1.260 steile Treppen zur Buddhastatue

 

KHAO LAK

 

 KHAO LAK - Small Sandy Beach - ein Waran beim Sonnen

SIMILANS - ein Paradies

 

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Teil 1

01. - 21.11.2014

ARAB. EMIRATE & THAILAND

DUBAI - BANGKOK - KO SAMUI - PHUKET - KO PHI PHI

Nach einem kurzen Zwischenstopp und den ersten faszinierenden Eindrücken in Dubai - groß, größer, am größten, z.B. das höchste Gebäude der Welt "Burj Khalifa" mit seinen stolzen 828m oder nach einem Besuch in einer der Skybars der Stadt "Level 43" - ging es weiter nach Bangkok. Diese Stadt scheint niemals still zu stehen und transportiert erstaunliche Menschenmassen von A nach B innerhalb von Minuten. So sehr sie uns zu Beginn auch verschluckt und durchgekaut hat, haben wir uns nach einer kurzen Eingewöhnungszeit doch ziemlich wohl gefühlt und uns unter das Volk gemischt. Ein paar kulturelle Highlights konnten wir uns nicht entgehen lassen und haben den Königspalast, den beeindruckenden liegenden Buddha und das River Festival anlässlich des Loi Krathong Fests (ähnlich wie Erntedankfest) in Thailand sowie Chinatown besichtigt. Bangkok ist eine faszinierende Stadt, die viele Kulturen zu vereinen scheint, sehr modern und dennoch traditionell. Wir freuen uns, hier noch einen Zwischenstopp auf unserer Rückreise zu machen.

Anschließend ging es bereits weiter nach Ko Samui in ein Yoga Retreat...

Regen, Regen, Regen. November ist der regenreichste Monat auf Ko Samui und wir sind mittendrin. Das Vikasa Retreat liegt im Osten der Insel inmitten vieler Treppen in einen Felshang eingebaut - mit einem wunderschönen Ausblick auf das tobende Meer und den langen Chaweng Beach. Die Yoga Stunden sind ausgiebig und recht intensiv. Es ist angenehm frisch und Shavasana, die Endentspannung, mit dem lauten Meeresrauschen im Hintergund ist eine ganz tolle Erfahrung. Hier möchten wir nicht mehr weg! Hier lassen sich Yoga, Fotografie und gesunder Lebensstil optimal verbinden...Trotz Regen machen wir einen Ausflug mit dem Motorbike zu einem Wasserfall und in den Norden der Insel, um den Strand und die zwei großen Buddha Statuen zu sehen. Mit dem Motorbike muss man hier allerdings höllisch aufpassen, die Insel wimmelt nur noch davon und der Linksverkehr ist gewöhnungsbedürftig. Das lockere Gefühl, das einen auf dieser Insel überkommt, die freundlichen Einheimischen - hier kann man sich sehr wohl fühlen!

Es bringt alles nix, die Reise geht weiter. Um Zeit zu sparen, nehmen wir einen recht günstigen Flug nach Phuket, um weiter nach Ko Phi Phi zu kommen. Phuket ist... Nun ja, Geschmackssache. Wir sind froh, das wir die Insel (man glaubt es aufgrund ihrer Größe kaum, aber es ist eine) als Zwischenstation besuchen und nur zwei Nächte bleiben. Nach Ko Samui wirken der Patong Beach und die Bangla Road wie ein starkes Kontrastprogramm auf uns. Ich bin mir sicher, Phuket hat auch seine schönen Ecken und ruhigere Strände, doch der Hauptstrand hat wohl etwas seinen Charme verloren und wickelt überwiegend gewaltige Touristenmassen ab. Zu der Bangla Road muss sich jeder selbst seine Meinung bilden, unser Ding ist es nicht. Wir sind froh, diesen Ort zu verlassen. Am Tag unserer Abreise stellen wir fest, dass das Busunternehmen uns trotz der durchgegebenen Adresse ins falsche Hotel gebracht hat (Nirvana und Nirvana Inn sind zwei verschiedene Hotels, das wussten wir nur leider nicht) - merke, verrate niemals dem Fahrer oder dem Reiseunternehmen, wo man einen kurzen Halt macht, dass man keine Reservierung für sein Hotel hat, sonst wittern sie Provision für die Vermittlung in ein anderes Hotel. Doch wir haben Glück im Unglück - das junge Mädchen von der Reiseagentur, bei der wir die Weiterfahrt nach Ko Phi Phi gebucht haben, holt uns nach unserem verzweifelten Anruf bei dem Fahrer, der bereits weiter gefahren ist, weil wir am falschen Hotel nicht vorzufinden waren, persönlich um 7 Uhr morgens vom "falschen" Hotel ab, damit wir doch noch rechtzeitig unser Boot kriegen...Wir sind erleichtert und unglaublich dankbar, für diese nette Geste, als sie auf unser Dankeschön "I feel responsible for you" erwidert. 

Die Natur auf dem Weg nach Ko Phi Phi wirkt atemberaubend. Wir machen einen kurzen Schlenker zu Ko Phi Phi Lay und erhaschen einen Blick auf Maya Bay, wo der Film "The Beach" gedreht wurde. Gegen Mittagszeit schippern wir in den Hafen von Ko Phi Phi Don. Um uns herum dröhnen die Longtailboote, am Pier wimmelt es nur noch vor lauter Touristen und Taxifahrern. Als wir uns durch die Masse kämpfen und am Strand entlang Richtung Inselmitte laufen, wird es ruhiger und einheimischer. Das Oasis Guesthouse befindet sich in einer ruhigen Straße abseits vom Trubel. Auf gut Glück Kriegen wir dort ein großes, sauberes Zimmer. Hier starte ich meinen Open Water Tauckurs....

Ko Phi Phi erstaunt uns positiv. Von vielen Reisenden haben wir gehört, die Insel sei überlaufen, doch scheinbar haben wir Glück und die Menschenmassen halten sich in Grenzen, wenn man bestimmte Areale, wie den Hafen oder die riesigen Buffet Restaurants, meidet. Am Viewpoint mit einem herrlichen Ausblick wird sichtbar, wie flach die Landschaft ist und wie stark der Tsunami die Insel 2004 getroffen hat. Eine vorher - nachher Tafel verdeutlicht die Veränderungen. Überall wird gebaut und die Insel muss sich seitdem stark verändert haben. Wo früher herrliche Bungalows standen, tummeln sich Bars und Feuershows. Die Cocktails sind berühmt berüchtigt für ihre Kopfschmerzgarantie. Wer hier feiern möchte, ist hier richtig, die Feuershows und die Limbo Tänze sind beeindruckend, doch leider wiederholen sich die Showeinlagen jeden Tag. Wir entdecken unser Stammrestaurant "Khung Va" mit unschlagbaren Preisen und Thai Gerichten - dort hat man einen Ausblick auf das Treiben am Hafen und auf die Strandpromenade. Im Großen und Ganzen gefällt uns die Insel sehr. Der einzigen Störfaktoren sind die vielen Longtailboote, die alle paar Minuten die Insel umrunden und natürlich das Müllproblem, mit dem jede Insel in Thailand zu kämpfen hat. 

DUBAI - Level 43

BANGKOK - Wat Phra KaewGreat Palace

BANGKOK - Wat Pho 

 

BANGKOK - Loi Krathong Fest - Asiatique

KO SAMUI - Vikasa RetreatGanesha

 

PHUKET - Patong Beach

KO PHI PHI - Longtailboot - Long Beach 

KO PHI PHI - Heilige Bäume "Phi Ton Mai" 

KO PHI PHI - Fireshow

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31.10.2014

Willkommen auf meiner neuen Homepage!

Ich freue mich sehr, euch meine neue Seite vorstellen zu können und lade euch herzlich dazu ein, euch in den Bildergalerien einen Eindruck von meiner Arbeit zu machen. In Kürze werde ich euch mit weiteren Bildern aus Südost-Asien versorgen - meine Fototour startet in Thailand und geht über Laos und Kambodscha nach Vietnam. Ich bind sehr gespannt, was meinen Partner und mich auf dieser Fotoreise erwartet...